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      Auf Safari zu den Big Five

      Wer sich auf eine Safari begibt, erlebt ein Abenteuer voller spannender Entdeckungen und unerwarteter Erlebnisse. In einer vergleichbaren Situation befinden sich auch Unternehmen wie Continental: Sie bewegen sich durch eine immer komplexere Welt der Nachhaltigkeitsregulatorik und -governance. Vorschriften wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die EU-Taxonomie oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verpflichten Unternehmen zu umfassender Transparenz und Berichterstattung. Dabei kann es zu Planänderungen oder unvorhergesehenen Begegnungen kommen. Genau wie auf einer spannenden Safari zu den bekanntesten afrikanischen Wildtieren. Unser etwas anderer Reisebericht verrät, wie die bekannten Big Five für Orientierung in der Regulatoriksavanne sorgen – und was Nachhaltigkeitsmanager in Unternehmen mit Rangern in der Dornbuschsavanne gemeinsam haben.

      Continental Stories

      Auf Safari zu den Big Five

      Veröffentlicht
      April 2025

      Wer sich auf eine Safari begibt, erlebt ein Abenteuer voller spannender Entdeckungen und unerwarteter Erlebnisse. In einer vergleichbaren Situation befinden sich auch Unternehmen wie Continental: Sie bewegen sich durch eine immer komplexere Welt der Nachhaltigkeitsregulatorik und -governance. Vorschriften wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die EU-Taxonomie oder das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verpflichten Unternehmen zu umfassender Transparenz und Berichterstattung. Dabei kann es zu Planänderungen oder unvorhergesehenen Begegnungen kommen. Genau wie auf einer spannenden Safari zu den bekanntesten afrikanischen Wildtieren. Unser etwas anderer Reisebericht verrät, wie die bekannten Big Five für Orientierung in der Regulatoriksavanne sorgen – und was Nachhaltigkeitsmanager in Unternehmen mit Rangern in der Dornbuschsavanne gemeinsam haben.

      Tag 1: Ankunft in der Wildnis

      Die Sonne taucht den Flughafen in gleißendes Licht. Wir ahnen schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug, dass diese Reise kein Cluburlaub werden wird. Die trockene Luft und der heiße Wind vermitteln das Gefühl von Abenteuer. Spannung liegt in der Luft. Wir möchten die „Big Five“ sehen, die fünf bekanntesten Wildtiere Afrikas: Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard. 

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      Unser etwas anderer Reisebericht verrät, wie die bekannten Big Five für Orientierung in der Regulatoriksavanne sorgen – und was Nachhaltigkeitsmanager in Unternehmen mit Rangern in der Dornbuschsavanne gemeinsam haben. (©Mathias - stock.adobe.com)

      Der Begriff der Big Five (auf Deutsch die „Großen Fünf“) stammt ursprünglich aus dem Vokabular der Großwildjagd. Die Zuordnung der Tiere bezieht sich jedoch nicht auf deren Körpergröße. Sie besagt, dass diese Tiere schwierig zu jagen sind. Doch jagen möchten wir sie natürlich nicht. Bei Continental nutzen wir das Bild der Big Five vielmehr für einen metaphorischen Blick auf die Nachhaltigkeitswelt. Dabei stehen die fünf Tiere für die fünf wichtigsten Regelwerke und Vorschriften, die Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit beachten müssen. Unser Safari-Abenteuer ist daher als Allegorie zu verstehen, als Metapher für das, was Unternehmen zunehmend herausfordert: die Bewältigung gesetzlicher Nachhaltigkeitsanforderungen. Sie sind komplex – und wie eine Safari voller Entdeckungen und unerwarteter Überraschungen. Deshalb benötigen auch Unternehmen Experten, die wie bestens geschulte und erfahrene Ranger agieren. Diese Rolle nehmen Nachhaltigkeitsmanager ein. Sie verhalten sich gegenüber den Big Five angemessen und furchtlos, kennen sich in der Welt der komplexen Nachhaltigkeitsregulatorik aus und können das Management – ähnlich wie die Ranger die Safari-Touristen in der Savanne – kompetent beraten.

      Zurück am Flughafen begrüßt uns der für uns verantwortliche Ranger für diese Reise. „Wir werden ab morgen die Big Five sehen“, verspricht er mit einem Lächeln, das seine Liebe zu dieser wilden Landschaft verrät. „In der Dornbuschsavanne tummeln sich viele dieser Tiere. Die meisten davon wurden gerade erst im Reservat angesiedelt.“ Auf der Fahrt zum Nationalpark gibt er bereits die wichtigsten Tipps: während der Safari die Verhaltensregeln befolgen, geduldig sein und auf die kleinsten Bewegungen achten. Er betont: Die Natur belohne diejenigen, die genau hinsähen. Das gilt in der Savanne wie in der Unternehmenswelt.

       

      Tag 2: Giganten der Savanne

      Noch vor Sonnenaufgang steigen wir in den offenen Jeep. Kaum zehn Minuten später erkennen wir schon von Weitem das größte Tier der Big Five: den Elefanten. Etwa 15 Exemplare stehen am Flussufer. Sie trinken – und besprühen sich mit Wasser.

      Der Elefant verkörpert die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die umfassende Standards für das Nachhaltigkeitsreporting definiert. (©fishcat007 - stock.adobe.com/©wutzkoh - stock.adobe.com)

      „Elefanten sind die Giganten der Savanne“, erklärt der Ranger. Sie hätten einen enormen Einfluss auf das Ökosystem. Eine ganz ähnliche Wirkung hat in der Wirtschaft die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) für Unternehmen. Sie setzt umfassende Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und hebt sie auf das Niveau der Finanzberichterstattung. Zudem beeinflusst sie maßgeblich, wie Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsstrategien gestalten. Fast jedes in Europa tätige Unternehmen wird Stück für Stück betroffen sein. Die CSRD ist massiv und umfassend, genau wie die Dickhäuter der Savanne. Und sie kommt wie der Elefant nicht allein, sondern in einer ganzen Herde: mit Handlungsanleitungen, Praxishinweisen und Interpretationen. Dazu gehört unter anderem der European Sustainability Reporting Standard (ESRS). Allein sein Umfang entspricht der Wirkung von einigen weiteren Elefanten und möglicherweise kommen – wie zusätzliche Dickhäuter aus einem Busch – noch weitere Vorgaben hinzu. Wie die Herde in der Savanne, befindet sich auch die Regulatorik ständig in Bewegung – sie lässt Unternehmen nicht zur Ruhe kommen.

      Trotz ihrer Größe bewegen sich Elefanten nahezu lautlos. Dadurch seien sie nicht leicht zu finden, erklärt der Ranger, der trotz seiner Erfahrung großen Respekt vor diesen mächtigen Tieren zu haben scheint. Die Herde, die wir bestaunen, lebt erst seit kurzem in dem Nationalpark. Reisende hätten die Tiere das erste Mal in der Safari-Saison 2024 vor die Linse bekommen, erklärt der Ranger. Gleiches gilt im übertragenen Sinn für Unternehmen wie Continental. Sie sind im Jahr 2025 erstmalig verpflichtet, nach CSRD-Vorgaben über das Geschäftsjahr 2024 zu berichten.

      Tag 3: Unberechenbare Riesen

      Heute begeben wir uns Richtung Norden, in eine Gegend mit großen Grasflächen. „Hier sollten wir gute Chancen haben, eine Büffelherde zu sehen“, sagt der Ranger – und er soll recht behalten. Wenige Minuten später bewegen sich hunderte Büffel durch die Ebene. Ihre markanten abwärts geschwungenen Hörner ziehen unsere Blicke auf sich. Die meisten Tiere grasen, manche starren aus sicherer Entfernung den Jeep an.

      Der Büffel steht für die EU-Taxonomie – ein vielschichtiges Regelwerk zum Ausweisen eines grünen Portfolios mit zahlreichen Bestandteilen und regelmäßigen Ergänzungen. (©Ozkan Ozmen - stock.adobe.com/©Kat Ka - stock.adobe.com)

      Die Herde wirkt friedlich. Dennoch sei Vorsicht geboten, warnt uns der Ranger und erklärt: „Büffel sind unberechenbar. Sie können sich in einem Moment ruhig verhalten und im nächsten ganz anders.“ Genau können die Safari-Guides dieses Verhalten allerdings noch nicht erklären. Es ist ähnlich herausfordernd wie für Unternehmen die Beschäftigung mit der sogenannten EU-Taxonomie. Zu diesem „Leittier“ der europäischen Nachhaltigkeitsregeln haben sich unzählige abgeleitete Rechtsakte, FAQs und mehr gesellt. Wie die Büffel ihre Stärke als Herdentiere demonstrieren diese Regeln im Verbund, mit welcher Kraft grüne Geschäftsaktivitäten schon in den Unternehmen wirken. Doch das Bild bleibt oft unklar. Denn wie eine Büffelherde Ranger oft vor Rätsel stellt, ist es mittlerweile selbst für erfahrene Nachhaltigkeitsexperten schwierig, die Menge an Regeln der EU-Taxonomie zu überblicken. Zumal die Herde sehr groß geworden ist und von Jahr zu Jahr stetig weiter wächst.

      Das trifft auch auf die Anzahl von Büffeln im Nationalpark zu. Erste Fotos von ihnen ließen die Öffentlichkeit im Frühjahr 2023 staunen. Sie stammten bereits aus der Safari-Saison 2022. Seitdem müssen auch Unternehmen offenlegen, wie nachhaltig sie bereits agieren und dass ihre Geschäftsaktivitäten taxonomie-konform sind, also den anspruchsvollen Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union entsprechen. Allerdings sehen die Anforderungen jedes Jahr anders aus – und so unterscheiden sich auch von Saison zu Saison die meisten Bilder der Büffelherde in der Savanne. Das löst bei den Beteiligten – ob Ranger oder Nachhaltigkeitsexperten – keine Begeisterungsstürme aus.

      Nachhaltigkeitsregulatorik ist wie eine Safari – man sollte ständig aufmerksam sein, denn jederzeit kann etwas Neues auftauchen oder passieren. Wer hier nicht agil und gleichzeitig vorausschauend agiert, bleibt schnell zurück. Deshalb brauchen Unternehmen eine Kultur des iterativen Arbeitens: schnelle Zyklen, flexibles Handeln und ständiges Dazulernen. Nur so bleibt man in diesem dynamischen Umfeld handlungsfähig.

      Dr. Steffen Schwartz-Höfler
      Leiter Nachhaltigkeit bei Continental

      Tag 4: Reise in die Urzeit

      Der nächste Tag beginnt mit einer besonderen Mission: Unsere Gruppe möchte ein Nashorn aufspüren. Auf der Fahrt erklärt uns der Ranger, dass das vom Aussterben bedrohte Tier schlecht sähe, aber gut höre und eine feine Nase habe. „Wir müssen uns also ruhig verhalten“, warnt er. „Nashörner sind meist friedlich. Aber sie können schnell angreifen, wenn man Verhaltensregeln missachtet und sie sich bedroht fühlen.“ Das wissen die Ranger sehr gut, müssen es den Touristen aber immer wieder erklären, da die Tiere auf den ersten Blick Ruhe ausstrahlen.

      Die Suche zieht sich hin. Der Ranger hält uns bei Laune und erklärt, dass sich die Tiere häufig abseits der ausgetretenen Wege bewegten. Und genau dort taucht plötzlich ein Nashorn auf. Es grast im Schatten unter einer Schirmakazie. Unsere Safari fühlt sich plötzlich an wie eine Reise in die Urzeit. Mit seiner imposanten Statur ist das Tier eine eindrucksvolle Erscheinung. 

      Das Nashorn repräsentiert das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LksG), das eine detaillierte Berichterstattung zu menschenrechtlichen Risiken erfordert. (©Pedro Bigeriego - stock.adobe.co/©Uwe - stock.adobe.com)

      Ähnlich mächtig erscheint für Unternehmen das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LksG). Es verpflichtet auch Continental dafür zu sorgen, dass entlang der Lieferketten Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden. Der Umgang mit dem LksG gestaltet sich allerdings schwierig. Und es kann schnell zur Stolperfalle werden, wenn die Prozesse nicht sauber implementiert sind. Das liegt auch daran, dass die gesetzlichen Anforderungen des LksG seit seinem Inkrafttreten im Jahr 2023 in ihrem vollen Umfang schwer zu erfassen sind. Auch hier sind die Parallelen zu unserer Safari-Tour auffällig. Zwar durchstreift das Nashorn die Savanne schon seit 2021 und offizielle Touren gibt es seit 2023. Auch haben die Ranger schon viele Fotos vom Nashorn gemacht. Allerdings sind die meisten Bilder etwas unscharf. Daher wird noch darüber gestritten, was man auf den Bildern eigentlich sieht und was daraus folgt. Das Nashorn im Griff zu haben scheitert häufig an dieser Unklarheit, die auch ein Merkmal des LksG ist.

      Das Nashorn, dem wir auf unserer Safari begegnet sind, wirkt etwas angeschlagen. Eventuell wartet der Löwe schon auf seine Chance. Oder vielleicht macht das Nashorn auch nur eine kurze Pause.

      Tag 5: König der Tiere

      Es ist noch dunkel, als unsere Gruppe aufbricht. Die Morgenluft ist angenehm kühl. Dann tauchen die ersten Sonnenstrahlen die Savanne in ein sanftes Licht. Ihren König zu sehen, ist heute das erklärte Ziel. „Löwen sind nicht leicht zu entdecken“, sagt der Ranger. „Die Tiere sind nachtaktiv, jagen meist im Schutz der Dunkelheit. Sie sind auch am Tag gut getarnt und Meister im Anschleichen.“ 

      Lange Zeit sieht es so aus, als käme keines dieser Tiere zum Vorschein. Doch dann ist es so weit: Ein sechsköpfiges Löwen-Rudel liegt friedlich unter einem Akazienbaum. Zwei Löwinnen wachen über die drei Jungen, der Löwe döst faul im Schatten. Wie viele andere Tiere, die wir auf unserer Safari zu Gesicht bekommen, lebt der Löwe noch nicht lange im Nationalpark. Er hat sich 2024 durchgekämpft und mit einem ganzen Rudel die Savanne betreten. Noch übt der Löwe seine dominante Rolle erst ein und es könnte sogar noch bis 2028 dauern, bis das Rudel richtig aktiv wird. Dann wird es die Savanne beherrschen und eine große Machtfülle genießen.

      Der Löwe symbolisiert die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), die verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten sowie Pflichten zu Klimathemen einführt. (©Designpics - stock.adobe.com/©nito - stock.adobe.com)

      Ähnlich tonangebend wie das Löwenrudel wird die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) für Unternehmen sein. Die EU-Richtlinie muss von den EU-Mitgliedsstaaten in den nächsten Jahren in nationales Recht gegossen werden. Bis wann dies genau passieren wird, wird derzeit wieder neu verhandelt. Aber schon jetzt ist klar, dass die Richtlinie eine zentrale Rolle einnehmen wird. Sie wird das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz erweitern und die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang der Wertschöpfungsketten noch verbindlicher machen. Und es ist klar: So wie kein Tourist mehr unvorsichtig ohne seinen Ranger aus einem Safari-Jeep aussteigen sollte, werden die Unternehmen auf die Expertise ihrer Nachhaltigkeitsmanager setzen, um sie zuverlässig durch das Dickicht der CSDDD zu navigieren.

      Tag 6: Meister der Tarnung

      Unser letzter Safaritag birgt die schwierigste Mission. „Wenn wir den Leoparden finden wollen, müssen wir sehr aufmerksam sein“, sagt der Ranger bei der Abfahrt. „Er ist ein seltener Einzelgänger und Meister der Tarnung, der es sich gerne in Baumkronen bequem macht.“ Die Suche nach dem Leoparden dauert dann auch länger als bei den anderen Tieren. Der Ranger erklärt: der Leopard bleibe lange unbemerkt. Er schleiche sich geräuschlos an und schlage blitzschnell zu. Zudem besäße das geschmeidige Tier die enorme Kraft, seine Beute auf einen Baum zu ziehen. 

      Der Leopard steht für den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), der hohe Anforderungen an Risikomanagement und Kontrollsysteme stellt. (©Hedrus - stock.adobe.com/©NicoElNino - stock.adobe.com)

      Vergleichsweise leise und unscheinbar entfaltet auch der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) seine Wirkung. Ähnlich wie im Leoparden steckt in dem Kodex jedoch eine erstaunliche Kraft. Er ist eine Sammlung von Regeln zur Unternehmensführung, die auf Gesetzen beruhen. In den vergangenen Jahren hat er zunehmend Nachhaltigkeitsaspekte in die Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit eingebracht – auch wenn diese manchmal erst auf den zweiten Blick erkennbar werden. Dabei geht es beispielsweise um die Aufsicht über die Berichterstattung und Strategieintegration. Erfahrene und gut vorbereitete Nachhaltigkeitsmanager wissen jedoch, worauf es ankommt, und sind auf den Punkt vorbereitet. So wie sie wissen erfahrene Safari-Ranger genau, wie sie den Leoparden im großen Reservat aufspüren und den Touristen ein unvergessliches Foto ermöglichen. Das beweist auch unser Ranger, der die Route spontan anpasst. Er hat nämlich noch eine andere Idee, um das fünfte Mitglied der Big Five zu Gesicht zu bekommen. Es geht raus aus dem offenen Grasland in den dichter mit Dornbüschen bewachsenen Teil des Reservats. Mittendrin bleibt der Safarijeep stehen und der Ranger starrt minutenlang in die Büsche. Und dann sehen auch die Touristen den Leoparden in seiner ganzen Pracht, als er hinter einem Busch aufsteht. Er war dort schon die ganze Zeit lautlos und versteckt und hatte die Umgebung beobachtet. Sein Fell schimmert golden und erhaben in der Abendsonne. Was für ein Bild.

      Auf Safari

      Zusammen unterwegs sein: Eine Safari sollte man nicht allein bestreiten, sondern am besten in einer Gruppe, die Lust dazu hat. (©ms creation - stock.adobe.com)
      Einen Plan haben: Nicht nur Safari-Touristen, sondern auch die Ranger brauchen eine Route. Gute Planung ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Safari. (©Volodymyr Shevchuk - stock.adobe.com)
      Auf der Höhe sein: Nicht die Touristen, aber zumindest ihre Ranger und Safari-Guides sollten selbst immer aktuell informiert sein und sich nie nur auf ihre Erfahrung und ihr Wissen verlassen. Das bedeutet vor allem immer wieder in der Natur unterwegs zu sein, lesen, zuhören und sich mit anderen austauschen. (©Rob Schultz - stock.adobe.com)
      Kleine Tiere nicht vergessen: In der Savanne gibt es noch viele andere Tiere. Von Zebras und Gnus hat man gehört. Es gibt aber auch Skorpione, Schlangen und noch unzählige weitere mehr oder weniger gefährliche Tiere. (©delbars - stock.adobe.com)
      Die Geschichte hinter der Story
      Da die Regulierungsdichte im Bereich Nachhaltigkeit stetig wächst, arbeitet Continental intern selbst mit der Metapher der „Big Five“. Das Technologieunternehmen nutzt diese Symbolik, um die wichtigsten regulatorischen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit noch greifbarer zu machen.
      Der Elefant verkörpert die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die umfassende Standards für das Nachhaltigkeitsreporting definiert.
      Der Büffel steht für die EU-Taxonomie – ein vielschichtiges Regelwerk zum Ausweisen eines grünen Portfolios mit zahlreichen Bestandteilen und regelmäßigen Ergänzungen.
      Das Nashorn repräsentiert das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LksG), das eine detaillierte Berichterstattung zu menschenrechtlichen Risiken erfordert.
      Der Löwe symbolisiert die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), die verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten sowie Pflichten zu Klimathemen einführt.
      Der Leopard steht für den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), der hohe Anforderungen an Risikomanagement und Kontrollsysteme stellt.

      Tag 7: Abschied mit bleibenden Eindrücken

      Es ist noch früh, als wir zurück zum Flughafen fahren. Der Abschied fällt uns nicht leicht. Die Begegnung mit den Big Five war bewegend. „Eine Safari vergisst man sein ganzes Leben nicht“, sagt der Ranger. Das sei auch deshalb so, weil man auf dieser Reise viel lerne, was sich auf andere Bereiche übertragen ließe. So ein Abenteuer könne man nämlich nicht allein bestreiten, betont er: „Es braucht so eine motivierte Gruppe wie diese.“ Eine Gruppe wie uns, die aufmerksam sei, neugierig bleibe und ihre Erfahrungen weitergebe. Was er nicht sagt, aber wir alle verinnerlicht haben: Es braucht auch einen kompetenten Guide wie ihn. Der einen klaren Plan hat und diesen auch anpassen kann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Und der nicht nur die Big Five im Blick hat, sondern auch kleinere Tiere, die man keineswegs unterschätzen darf – beispielsweise die EU-Entwaldungsverordnung oder Modern Slavery Acts verschiedener Staaten.

      Zum Abschied bekommen wir und die anderen Reisegruppen in der Lodge noch einen Prospekt in die Hand gedrückt, in dem mit Plänen geworben wird, das Reservat weiter auszubauen mit Safariomnibussen, befestigten Pisten und Picknickbereichen für Pausen. Einige Gruppen sind zufrieden damit eine wilde Safari erlebt zu haben, andere freuen sich schon auf mehr Komfort bei der nächsten Reise. Unabhängig vom Komfortlevel bleiben die Ranger und Guides die Garanten für eine tolle Safari – und im Unternehmen für eine erfolgreiche Reise durch die Regulatorik für eine nachhaltige Transformation.

      Das 1x1 der Nachhaltigkeitssafari

      So wird das Reiseabenteuer ein Erfolg und der Umgang mit wilden Tieren gelingt: Erfahrene Ranger haben ein kleines 1x1 der Nachhaltigkeits-Safari zusammengestellt.

       
      Zusammen unterwegs sein: Eine Safari sollte man nicht allein bestreiten, sondern am besten in einer Gruppe, die Lust dazu hat. Notfalls muss sich die passende Gruppe selbst zusammenstellen – über Veranstaltungen, soziale Netzwerke oder Verbände.
       
      Expertise nutzen: Mehr Spaß macht es mit einem guten Safari-Guide. Ohne das Wissen über Gefahren, das Ökosystem und den Umgang mit Tieren geht eine Safari schnell zu Ende oder man sieht erst gar keine Tiere. Oder es kann auch passieren, dass man die Tiere verwechselt oder falsch einordnet.
       
      Einen Plan haben: Nicht nur Safari-Touristen, sondern auch die Ranger brauchen eine Route. Gute Planung ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Safari. Welche Tiere will man überhaupt sehen? Welche Fotos sind verpflichtend? Gibt es Prioritäten?
       
      Bereit sein: Auf einer Safari muss man sich darauf einstellen, vielen Tieren gleichzeitig oder am gleichen Tag zu begegnen. Deshalb sollte der Fotoapparat gezückt sein. Wenn ein Tier endlich in der richtigen Position ist, muss man gedankenschnell den Auslöser drücken können.
       
      Auf der Höhe sein: Nicht die Touristen, aber zumindest ihre Ranger und Safari-Guides sollten selbst immer aktuell informiert sein und sich nie nur auf ihre Erfahrung und ihr Wissen verlassen. Das bedeutet vor allem immer wieder in der Natur unterwegs zu sein, lesen, zuhören und sich mit anderen austauschen. Moderne Safaris beinhalten sogar Drohnenfotos.
       
      Flexibel sein: Eine schnelle Anpassung der Pläne ist bei einer Safari ebenfalls wichtig. Wenn der Fluss nicht überquert werden kann oder die Tiere sich gerade ganz woanders befinden, hilft es nicht, am alten Plan festzuhalten – egal wie gut er war. Safari heißt auch Abenteuer und sich auf das Unbekannte einlassen.
       
      Kleine Tiere nicht vergessen: In der Savanne gibt es noch viele andere Tiere. Von Zebras und Gnus hat man gehört. Es gibt aber auch Skorpione, Schlangen und noch unzählige weitere mehr oder weniger gefährliche Tiere. Vor lauter Big Five darf man diese anderen nicht übersehen.
       
      Und zu guter Letzt: Den Spaß nicht verlieren!
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      Nachhaltigkeitsbericht 2024

      In unserem Nachhaltigkeitsbericht 2024 erfahren Sie, nach welchen Werten und Grundsätzen wir handeln und wie wir unsere Leistung im Bereich Nachhaltigkeit messen. Der Nachhaltigkeitsbericht ist seit diesem Jahr Teil des Geschäftsberichts.

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