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      26. März 2025

      Für Europa gut gerüstet: Continental führt den intelligenten Tachographen VDO DTCO 4.1a ein

      • Aktualisierte Version des DTCO 4.1 bietet sämtliche im EU Mobilitätspaket I vorgegebenen Funktionen inklusive OSNMA-zertifizierte Positionsdaten
      • Mehrstufige Umrüstung der europäischen Nutzfahrzeugbestandsflotte in vollem Gange
      • Dirk Gandras, Leiter Tachographenprogramm bei Continental: „Der DTCO 4.1a bietet als erste industrielle Anwendung eine gesicherte GNSS-Funktionalität aus europäischer Hand“

      Villingen-Schwenningen, 26. März 2025. Continental hat die Typengenehmigung für eine aktualisierte Version des intelligenten Tachographen (V2) VDO DTCO 4.1 erhalten und mit der Auslieferung begonnen. Der DTCO 4.1a erfüllt sowohl technologisch als auch funktional alle Anforderungen der aktualisierten EU-Verordnung Nr. 2016/799. Er liefert zuverlässige Daten für effizientere Kontrollen im internationalen Güterverkehr sowie für viele weitere Anwendungen eines optimierten Flottenmanagements. „Die aktualisierte Version des intelligenten Tachographen kommt genau zur rechten Zeit, noch bevor die EU offiziell den Service für die zertifizierte Galileo-Authentifizierung OSNMA in Betrieb nimmt,“ sagt Dirk Gandras, Leiter Tachographenprogramm bei Continental. „Der DTCO 4.1a bietet damit als erste industrielle Anwendung eine gesicherte GNSS-Funktionalität aus europäischer Hand.“ Der DTCO 4.1a ist ab sofort als Neugerät und ab Sommer diesen Jahres als Software-Update für den DTCO 4.1 verfügbar.

      Mehr Transparenz im internationalen Güterverkehr durch Trusted Data

      Wie auch sein Vorgänger ist der DTCO 4.1a essenziell für eine verbesserte Dokumentation von Fahrerentsendungen und Kabotagefahrten. Hierfür verwendet er die Daten des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo, mit denen die Fahrzeugposition und Grenzübertritte über ein erweitertes GNSS-Modul (Globales Navigationssatellitensystem) automatisch erkannt und im Massenspeicher erfasst werden. Durch die offizielle Authentifizierung dieser Daten über OSNMA (Open Service Navigation Message Authentication) werden diese Daten künftig noch sicherer und verlässlicher. „Mit dieser Technologie wird die Sicherheit des Tachographensystems weiter erhöht und verbessert,“ erklärt Egon Warkentin, Manager Legal Requirements Commercial and Special Vehicles bei Continental. Zudem würden die Positionsdaten des Fahrzeugs zu Beginn und am Ende der täglichen Arbeitszeit, nach einer Gesamtfahrtdauer von jeweils drei Stunden sowie während eines Be- und Entladevorgangs aufgezeichnet. „Wir rechnen mit einer zeitnahen, offiziellen Diensterklärung der OSNMA durch die EU-Behörden für das System. Fünf Monate später wäre damit die Übergangsphase seit Einführung des DTCO 4.1 beendet.“

      Konnektivität ermöglicht Vielzahl an Anwendungen

      Neben der Datensicherheit wird auch das Thema Konnektivität beim DTCO 4.1a großgeschrieben. Er verfügt wie alle intelligenten Tachographen beispielsweise über eine externe DSRC-Antenne (Dedicated Short-Range Communication). Über diese können die Kontrollbehörden europaweit seit Mitte 2019 Fahrzeugdaten und -informationen mithilfe eines DSRC-Lesegeräts (sogenannte Bake) abrufen und so Fahrzeugkontrollen bei Verdachtsfällen gezielt durchführen. Über eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle kann der DTCO-4.1a-Tachograph mithilfe von externen Geräten wie zum Beispiel Smartphones bequem ausgelesen und gesteuert werden. Hierzu bietet Continental die sowohl für iOS als auch für Android verfügbare VDO Fleet App an. Die App ist mit der hauseigenen Flottenmanagementplattform VDO Fleet verknüpft, sodass beispielsweise die gesetzlich vorgeschriebenen Datendownloads sowie manuelle Nachträge einfach und effizient erledigt werden können. Zudem ermöglicht eine ITS-Schnittstelle (ITS = Intelligent Transportation Systems, Intelligente Verkehrssysteme) künftig viele weitere Anwendungsfälle. Auf Basis der vertrauenswürdigen, sicheren und eindeutig zuzuordnenden Daten des Fahrtenschreibers werden so Anwendungen möglich, die weit über gesetzliche und regulatorische Vorgaben hinausgehen und den Betreibern von Nutzfahrzeugflotten die Arbeit erleichtern können. Ein Beispiel hierfür ist die Integration von Maut-Serviceleistungen, die sogenannte Tachographenmaut. 

      Mehrstufige Umrüstungsphase in vollem Gange

      Die Regelungen des EU Mobilitätspakets I werden bereits seit 2022 umgesetzt. Das Ziel ist es, für bessere Arbeitskonditionen, gleiche Wettbewerbsbedingungen und mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Dazu gehört entsprechend der Durchführungsverordnung EU 2021/1228 auch die schrittweise Einführung des intelligenten Tachographen der zweiten Version für verschiedene Nutzfahrzeugklassen. Seit August 2023 werden bereits neu zugelassene Nutzfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab Werk mit dem DTCO 4.1 ausgerüstet. 2024 folgte die erste Nachrüstungswelle für alle Fahrzeuge, die zuvor mit einem älteren analogen oder einem digitalen Tachographen der ersten Generation (bis DTCO 3.0a) gearbeitet haben, und grenzüberschreitend eingesetzt werden. Bis 19. August 2025 müssen nun auch alle anderen Bestandsfahrzeuge über 3,5 Tonnen im internationalen Verkehr ihre intelligenten Tachographen der ersten Version (wie zum Beispiel der DTCO 4.0) durch ein neues Gerät austauschen lassen. Continental empfiehlt, die Umrüstung im Zuge der vorgeschriebenen periodischen Tachographenprüfung durchzuführen, um Ausfallzeiten durch außerordentliche Werkstattaufenthalte zu reduzieren. Ab dem Sommer 2025, wenn die ersten DTCO 4.1 zur alle zwei Jahre vorgeschriebenen Kalibrierung in die Werkstatt kommen, ist auch ein Softwareupdate verfügbar. Durch das Update werden die neuen Funktionen des DTCO 4.1a dann auch für diese Geräte zur Verfügung stehen.

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